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Daune vs. Kunstfaser. Alle Vor- und Nachteile auf einen Blick

Daunen- und Kunstfaserschlafsack in silber und blau


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Daune vs. Kunstfaser.
Alle Vor- und Nachteile auf einen Blick

Text: Mara Biebow - trekking-lite-store.com

Kein Schlafsack wärmt. Kein einziger.

Bevor du jetzt den Tab schließt und „So ein Quatsch“ murmelst, lass uns das Missverständnis aufklären. Jeder Schlafsack hält nur die eigene, vom Körper abgestrahlte Wärme davon ab, zu entflüchten und bildet quasi eine Isolationsschicht aus warmer Luft. Je besser er dies tut, desto eher wirst du einen erholsamen Schlaf erleben. Und wie gut ein Schlafsack die Körperwärme hält, ist von seiner Größe, seiner Form und vor allem von seiner Füllung abhängig.

"Daune oder Kunstfaser" ist eine Frage, die die Outdoorszene nach wie vor bewegt. Wir lehnen uns vermutlich nicht allzuweit aus dem Fenster, wenn wir behaupten, dass jeder Wanderer schon einmal selbst vor genau dieser Frage stand, als er den richtigen Schlafsack gesucht hat. Jede Schlafsack-Füllung hat ihre Vor- und Nachteile, jede ihre begeisterten Anhänger. In diesem Artikel stellen wir dir beide Materialien kurz vor, vor allem aber stellen wir sie mit allen Vor- und Nachteilen einander gegenüber.



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Das Porträt: Die Materialien im Überblick

Die Daune

Sie bilden das Unterkleid von Wasservögeln. Während die härteren, mit Kiel ausgestatteten Federn das wasserabweisende Oberkleid bilden, isolieren die feinen, verästelten Daunen den Vogel vor Kälte. Zwischen den feinen Ästchen bilden sich Luftpolster, die die Isolationsschicht bilden.

Die Qualität dieses Materials anhand der Bauschkraft und des Verhältnis' von Federn und Daunen bewertet. Erstere wird in cuin angegeben. Je höher der cuin-Wert (oder auch der Loft), desto besser die Daune. 100% Daunenschlafsäcke gibt es übrigens nicht. Besonders hochwertige und dementsprechend leichte und meist auch warme Schlafsäcke erreichen einen Wert von 95:5. Die 5 % Federn dienen der Stabilisierung.

Der Hauptdarsteller: Patizon G400

726 g | Komfort: -1 °C | 850 cuin Gänsedaune

  • ultraleichter 3-Jahreszeiten Schlafsack gefüllt mit feinster Gänsedaune in Z-Kammern
  • 400 g RDS und IDFL zertifizierte Gänsedaune (850 cuin, 90/10)
  • leichtes High-Tech-Außenmaterial
  • schmaler, halb automatischer Spezial-Reißverschluss zum schnellen Öffnen oder Feststellen des Reißverschlusses

Die teuersten und hochwertigsten Daunen der Welt stammen übrigens von der Eiderente.

Wer noch mehr über dieses Thema wissen will, der findet in dem Blogartikel „Leicht, leichter, Daune“ alles Wissenswerte dazu.



Die Kunstfaser

Synthetische Fasern gibt es in den unterschiedlichsten Ausführungen und leider reicht ein Blick auf die Materialzusammensetzung nicht aus, um hochwertige und minderwertige zu unterscheiden. Sie bestehen nämlich in den allermeisten Fällen aus Polyester.

Der Hauptdarsteller: Marmot Ultra Elite 20

968 g | Komfort: 0,5 °C | HL-ElixR™ MICRO

  • ultraleichter 3-Jahreszeiten Schlafsack gefüllt mit hochwertiger Kunstfaser
  • fast schon an Daune erinnernde Haptik
  • sehr gute Passform mit anatomisch geformter Fußbox und Kapuze
  • Anti-Snag Zwei-Wege-Reißverschluss

Die Isolierung funktioniert ebenfalls über das Aufbauschen und das Einschließen von Luft. Dafür dürfen die Fasern allerdings nicht verklumpen. Synthetische Fasern sind an sich rau und neigen dementsprechend dazu, sich ineinander zu verhaken. Um dem entgegenzuwirken werden sie mit Silikon beschichtet. Je hochwertiger die Kunstfaser, desto glatter ist sie und desto weniger verhaken sich die einzelnen Fasern. Dadurch wird der gesamte Schlafsack langlebiger und verliert nicht schon nach einem oder zwei Waschgängen die Bauschkraft. Das Verfahren zur Glättung der Fasern wird aber auch immer aufwendiger je hochwertiger die Synthetik-Füllung.

Im Vergleich zur Daune ist die Bewertung der Qualität von Kunstfasern schwierig. Während bei Daunen mehr Füllung und mehr Loft immer auch mehr Wärme bedeutet und die Qualität sich aus dem Verhältnis von Federn und Daune ablesen lässt, reicht bei Kunstfasern der Blick auf den Temperaturbereich nicht. Zwar werden auch Kunstfaser-Schlafsäcke nach einer EU-Norm zertifiziert, allerdings im Neuzustand. Das heißt, dass ein Schlafsack gefüllt mit minderwertigen Kunstfasern manchmal schon nach einer Wäsche seinen Loft verliert.

Wind, Bewegung im Schlafsack und die Langlebigkeit werden bei der Zertifizierung übrigens generell nicht einbezogen. Auch deshalb empfehlen wir immer, sich beim Schlafsackkauf an der Komforttemperatur zu orientieren und nicht am Limit. Das gilt auch für Daunenschlafsäcke.



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Der Vergleich: Kunstfaser vs. Daune

Daunen- und Kunstfaserschlafsack Kapuzen übereinander

Daunen und Kunstfasern haben beide ihre Vor- und Nachteile. Wie genau die aussehen haben wir in dieser Tabelle zusammengefasst und auch gleich ein paar Hinweise zu Verwendungsgebieten und zur Pflege für Dich.

Ein Wort über Nässe wollen wir aber noch vorweg verlieren. Daunen nehmen im Gegensatz zu Kunstfasern Feuchtigkeit auf. Das sorgt für ein angenehmeres Schlafklima. Dieser große Vorteil ist allerdings auch der größte Nachteil des tierischen Produkts. Im nassen Zustand verliert ein Daunenschlafsack seine Isolierfähigkeit fast vollständig. Das mag auf Outdoor-Touren im Sommer nur unangenehm sein, im Winter bei niedrigen Temperaturen wird es lebensbedrohlich.

Einige Hersteller setzen inzwischen auf hydrophob behandelte Daune und wasserabweisendes Außenmaterial. Beides hilft dabei, die Widerstandsfähigkeit der Daune gegenüber Feuchtigkeit zu erhöhen, ist allerdings kein Garant. Im Gegenteil dazu macht Nässe Kunstfasern nicht viel aus. Zwar verlieren auch sie etwa 20 % ihrer Isolierleistung, bieten mit den restlichen 80 % aber immer noch Schutz vor Kälte.

  Daune Kunstfaser
Vorteile
  • Sehr leicht
  • sehr gutes Wärme-Gewichts-Verhältnis, also hohe Isolierleistung bei geringem Gewicht
  • extrem komprimierbar > kleinstes Packmaß
  • angenehmes Schlafklima, da die Feuchtigkeit abtransportiert werden kann
  • sehr langlebig (bei guter Pflege und achtsamen Umgang)
  • Widerstandsfähiger gegen Feuchtigkeit und Nässe
  • relativ schnell trocknend
  • auch im feuchten Zustand isolierend
  • Für Allergiker geeignet
  • resistent gegenüber Mikrobenbefall (z. B. bei mehrmonatigen Aufenthalten in den Tropen)
  • geringer Pflegeaufwand
  • unempfindlich
  • in der Regel günstiger als vergleichbare Daunenschlafsäcke
Nachteile  
  • Nimmt Feuchtigkeit auf und verliert dann sehr schnell, sehr viel Isolierleistung (bis zu 80 %)
  • relativ aufwendig in der Pflege
  • kann Allergien auslösen
  • tierisches Produkt (Gänsedaunen), bei dem das Tierwohl schwierig sicherzustellen ist
 
  • Höheres Gewicht als Daune bei vergleichbarer Isolierleistung
  • weniger stark komprimierbar
  • durch weniger optimale Abführung von Feuchtigkeit kann ein unangenehmes Schlafklima entstehen
  • Isolierleistung verringert sich mit der Zeit (bei hochwertigen Füllungen nur sehr langsam)
Pflege  

Mit der Hand oder in einer ausreichend großen Waschmaschine (Schonprogramm) und speziellem Daunenwaschmittel waschen.

Mit Tennisbällen im Trockner trocknen oder in einem luftigen, warmen Raum flach ausbreiten und immer wieder durchklopfen um Klumpen zu lösen.

Möglichst selten waschen.

In einer ausreichend großen Waschmaschine (evtl. Schonprogramm) waschen. Gut trocknen lassen.

Ansonsten keine besonderen Anforderungen (Herstellerangaben beachten)

Verwendung  
  • Extrem kalte aber trockene Gebiete
  • Generell alle Gebiete, in denen nicht mit Dauerfeuchtigkeit gerechnet werden muss
  • Ultraleichte Touren oder andere Touren, bei denen es auf Packmaß und Gewicht ankommt
 
  • Dauerfeuchte Gebiete wie tropischer Regenwald oder Gebiete, in denen du Dauerregen erwartest
  • Touren, bei denen es über mehrere Tage oder Wochen keine Möglichkeit zum Trocknen des Schlafsacks gibt (insb. Im Winter)
  • Touren / Camping bei denen mit Verdreckung des Schlafsacks gerechnet werden muss (Festivals, Campingplatz, ...)
TLS Empfehlung Wer ultraleicht unterwegs ist, der kommt an Daunenschlafsäcken kaum vorbei. Mit etwas Achtsamkeit im Umgang sind Daunenschlafsäcke langlebige Begleiter für beinahe jede Art von Tour und egal welche Temperaturen herrschen. Besonders bei sehr kalten, trockenen Gegenden zeigt sich aber die unschlagbare Isolierleistung bei geringstem Gewicht und Packmaß. Als Camping-Einsteiger oder Gelegenheitscamper muss es kein Daunenschlafsack sein. Auch für Wanderer die in den Tropen oder anderen feuchten Umgebungen gerade im Winter unterwegs sind, ist der Griff zum hochwertigen Kunstfaserschlafsack die bessere Wahl. Auch für alle, bei denen es nicht auf jedes Gramm ankommt (Kayaker, Paddler, Segler, …) lohnt sich ein Blick in die Kategorie Kunstfaserschlafsack.
Packmaß-Vergleich Daune und Kunstfaser


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Wolle, Naturfasern, Mischungen und Co.

Inzwischen hat sich der Schlafsackmarkt weiterentwickelt und es kommen neue Mitspieler auf das Feld. Als wäre die Entscheidung nicht schon schwer genug. Beispielsweise werden inzwischen Mischungen aus Daune und Kunstfaser angeboten. Diese Mischung ist entweder über den gesamten Schlafsack verteilt, oder aber den Vorteilen entsprechend platziert: die robuste Kunstfaser am Fußende, die wärmende Daune im Bereich des Oberkörpers.

Auch Naturfasern wie Wolle kommen immer mehr ins Spiel und bringen ein immer angenehmes Schlafklima (Wolle kühlt im Sommer und wärmt im Winter) und nachverfolgbare Produktionsketten mit. Wolle ist allerdings sehr schwer und lässt sich kaum komprimieren. Für Ultraleicht-Fans ist das nichts, aber wenn du mit Campervan oder Boot unterwegs bist, mit anderen Worten, wenn es nicht auf Gewicht und ein geringes Packmaß ankommt, ist Wolle eine echte Alternative.



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Fazit

Jedes Füllmaterial hat Vor- und Nachteile. Welches davon nun besser ist? Diese Entscheidung wollen und können wir nicht treffen. Sie steht und fällt mit dem, was du brauchst und wohin es dich verschlägt. Fünf Aspekte sind bei der Wahl der Schlafsackfüllung ausschlaggebend:

  • Die Temperatur: bei eisigen Temperaturen haben Daunen einfach die Nase vorn.
  • Gewicht und Packmaß: Wenn beides wichtig ist, muss auch hier Daune her.
  • Dein Anspruch bzw. deine Expertise: Gelegenheitscamper (z. B. Festival oder Campingplatz) können beruhigt zum Kunstfaserschlafsack greifen, wer länger oder häufiger unterwegs ist, greift eher zur Daune.
  • Die Umgebung, in der du unterwegs bist: Ist es ständig nass und feucht, solltest du über einen Kunstfaserschlafsack nachdenken.
  • Soll es vegan sein? Dann fallen Daunen (und auch Wolle) aus.

Am Ende entscheidest du, was du brauchst. Wir stehen dir dabei gern beratend zur Seite.

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