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Welche Isomatte passt zu mir?

Isomatte in Zelt mit Schlafsack und Kopfkissen

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Welche Isomatte passt zu mir?

TLS Beratungsguide


Text und Bild: Julian Göbel & Mara Biebow - trekking-lite-store.com

Beim Zusammenstellen der (leichten) Outdoor-Ausrüstung legen viele großen Wert auf den geeigneten Schlafsack oder das perfekte Zelt. Was dabei öfter mal vergessen wird, ist die Rolle, die die Isomatte für einen erholsamen Schlaf spielt. Dabei kann die Tour mit unpassender Isomatte sogar gefährlich werden. Damit ihr euch also im Potpourri aus Schaumstoffmatten, aufblasbaren und selbstaufblasenden Isomatten zurecht findet, haben wir hier für euch einen kleinen Beratungsguide zusammengestellt.

In diesem Artikel erfahrt ihr:

  • warum die Isomatte so wichtig ist
  • was eine gute Isomatte ausmacht und auf welche Werte ihr achten solltet
  • welche Isomatten-Modelle es gibt und wofür sie gut sind
  • und wie ihr lange Freude an der Matte habt


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Warum ist eine gute Isomatte so wichtig?

Beim Schlafen im Freien achten die meisten darauf, gut gegen die Außentemperatur, gegen Wind und Regen abgeschirmt zu sein. Das leuchtet ja auch ein. Außerdem sind wir von zu Hause und vom eigenen Bett gewöhnt, dass nur die Decke dick genug sein muss, damit wir nicht frieren. Beim Camping im Zelt sieht die Sache aber ganz anders aus.Ohne eine passende Isomatte wird der Outdoor-Trip im besten Fall unangenehm im schlimmsten Fall sogar richtig gefährlich.

Die größte Kältequelle und gerade im Winter eine echte Gefahr stellt nicht die Umgebung dar, in der wir unser Zelt aufstellen. Es ist der Boden. Dieser sondert Kälte ab, die durch den Zeltboden direkt zum Körper kommt. Selbst ein noch so dicker Schlafsack kommt nicht gegen einen kalten Boden an, zumal die Füllung im Rücken durch unser Körpergewicht zusammengedrückt wird und damit beinahe gar nichts ausrichten kann. Hier kommt jetzt die Isomatte ins Spiel. Die sorgt nämlich nicht nur dafür, dass wir nicht direkt auf harten oder unbequemen Böden schlafen müssen. In erster Linie sorgt sie dafür, dass uns die Kälte des Bodens nicht erreicht.



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Was macht eine gute Outdoor Matte aus?

Der wichtigste Wert für die Wahl einer Camping Isomatte ist der sogenannte R-Wert. Das R steht für das englische Wort "resistance" (Widerstand). Es ist also der Wert, der uns sagt, wie widerstandsfähig die Matte gegenüber Kälte ist. In anderen Worten: Mit dem R-Wert wird die Isolierfähigkeit einer Isomatte angegeben. Generell gilt: Ein hoher R-Wert bedeutet eine stärkere Widerstandsfähigkeit gegen Kälte. Die Matte kann also bei niedrigen Temperaturen eingesetzt werden. Wie niedrig? Das haben wir in der unten stehenden Tabelle mal zusammengefasst.

Isolationsvermögen von Isomatten (R-Wert)

R-Wert

1 2 3 4 5 6

Temperatur
(Schätzwert)

+8 °C +2 °C -5 °C -12 °C -18 °C -25 °C

 

Neben dem R-Wert gibt es noch weitere Aspekte, die für eine gute Kälteabschirmung wichtig sind. Außerdem spielt das Material eine Rolle, sowohl für die Lautstärke, wenn man sich darauf bewegt, als auch für das Packmaß und den Komfort, aber darum geht es im nächsten Teil.

Erst einmal wollen wir euch noch ein paar besondere Features vorstellen, die einige der Isomatten in unserem Programm besitzen. So haben manche Matten im Inneren eine Wärme reflektierende Schicht. Die wirft die abgestrahlte Körperwärme zurück, sodass diese nicht verloren geht. Sogenannte Insulated Mats kommen mit einer Füllung daher, die meist aus Kunstfasern besteht. Diese aufblasbaren Matten isolieren dann nicht nur mittels Luftkammern, sondern zusätzlich mit Hilfe des verwendeten Materials zum Füllen. Apropos Luftkammern: Auch die Anordnung dieser bzw. die gesamte Konstruktion der Matte hat Auswirkungen darauf, wie gut sie uns gegen Kälte abschirmt. Welche Konstruktion die richtige ist, hängt außerdem noch von der jeweiligen Outdoor-Aktivität und der Jahreszeit an.

Am Rucksack befestigte Schaumstoffisomatte



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Welche Isomatten Typen gibt es?

Inzwischen gibt es unzählige Isomatten auf dem Markt. Die Auswahl fällt daher oft nicht leicht. Aufblasbare Isomatten, selbstaufblasende Isomatten oder Modelle aus Schaumstoff. Alle Varianten haben ihre Vor- und Nachteile und unterscheiden sich in Konstruktion, Material und Leistung, auch innerhalb der Oberkategorien. Das macht die Wahl nicht wirklich leichter, wissen wir. Wenn wir dann noch nach leichtem Gewicht und einem möglichst kleinen Packmaß fragen, wird es richtig unübersichtlich. Wir versuchen jetzt einfach mal ein bisschen Licht in den Matten-Dschungel zu bringen. Verratet uns gern in den Kommentaren, ob uns das gelingt :D

Luftmatratzen - Unschlagbar im Packmaß

Es gibt viele Faktoren, die für aufblasbare und selbstaufblasende Isomatten sprechen. Vor allem was die Bequemlichkeit an geht, haben diese Matten klar die Nase vorn. Den Komfort einer Luftmatratze kann eine Isomatte aus Schaumstoff kaum erreichen. Das Packmaß lässt sich eigentlich gar nicht vergleichen. Logisch, dass hier die aufblasbaren Isomatten vorne liegen, oder? Vom Gewicht her unterscheiden sich die Luftmatratzen extrem. Auf der einen Seite gibt es extrem minimalistische, reduzierte, ultraleichte Isomatten wie die Inertia X-Frame von Klymit. Hier wurden wirklich alle überflüssigen Detail weggelassen. Das schlägt sich in einem Gewicht von gerade einmal 270 g nieder.

Am anderen Ende der Skala findet sich zum Beispiel die Sea to Summit Ether Light XT Extreme mit stolzen 734 g und einem ebenfalls stolzen R-Wert von über 6. Im Gegensatz zu der schon genannten Inertia X-Frame findet hier eine Air Sprung Cells Konstruktion Anwendung. Dadurch und durch eine doppelte Füllung ist die Matte 10 cm dick und kommt damit natürlich auch mit einem höheren Gewicht. An dieser Stelle wieder eine kleine Faustregel: Eine dicke Isomatte ist in den allermeisten Fällen auch wärmer als eine dünne.

Selbstaufblasende Isomatten füllen sich, wie der Name schon sagt, selbst mit Luft. Das dafür verwendete Ventil packt allerdings auch ein paar Gramm Extra-Gewicht auf die Matte drauf. Andererseits kommt man gar nicht erst in die Verlegenheit, die Matte mit dem Mund aufzupusten. Letzteres sorgt nämlich für Feuchtigkeit im Inneren der Matte, und irgendwann kann das Innere dann schimmeln.

Eine Marke, die wir beim Thema Isomatten nicht unerwähnt lassen wollen und dürfen ist Therm-a-Rest. Therm-a-Rest ist quasi der Platzhirsch, egal ob es um Schaumstoff-, aufblasbare oder selbstaufblasende Isomatten geht.


Schaumstoff-Isomatten - Gewichtsvorteil auf allen Ebenen

In puncto Gewicht haben die meisten Isomatten aus Schaumstoff wie eben die Z-Lite von Therm-a-Rest einen klaren Vorteil bei ähnlichem R-Wert. Für Ultraleicht-Hiker und Thru-Hiker sind diese Matten deshalb sehr gut geeignet. Komfort und Packmaß sind bei Therm-a-Rest Z-Lite und Co. jedoch eingeschränkter. So gleichen Isomatten aus diesem Material zum Beispiel schlechter Unebenheiten des Bodens aus als mit luftgefüllte Matten. Auch auf harten Böden ist das Campen unbequemer. Durch das große Packmaß braucht man beim Packen mit einer Schaumstoffmatte auch eine andere Strategie, als mit einer aufblasbaren und winzig zusammenfaltbaren Isomatte. Wer die Matte nicht an der Außenseite des Rucksacks anbringen will, kann seinem ultraleichten Rucksack mit einer Schaumstoffmatte aber auch Form und Stabilität, die diese Rucksäck von Hause aus meist nicht mitbringen.

Klymit Inertia X-Frame

Gesamtgewicht: 258 g

Innovative Body Mapping Technologie macht diese Matte extrem leicht

89,95 €

Sea To Summit Spark Ether Light XT Extreme

Gesamtgewicht: 734,5 g

Zuverlässige, aufblasbare Matte für extreme Minustemperaturen

209,95 €

Therm-A-Rest Z-lite Sol

Gesamtgewicht: 435 g

Durch die wärmereflektierende Beschichtung ist diese Matte perfekt für den Herbst.

49,95 €


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Worauf muss ich beim Gebrauch meiner Isomatte achten?

Oder auch: Wie bleibt mir die Isomatte lange erhalten? Denn besonders die aufblasbaren Isomatten sind anfällig für fehlerhaften Gebrauch. Doch auch für die Schaumstoffmatten gibt es ein paar Tipps für den Gebrauch:

How to Schaumstoff-Isomatte

Auch wenn wir oben gesagt haben, dass der Komfort von Isomatten aus Schaumstoff nicht an den von Luftmatratzen rankommt, kann man auch mit diesen Modellen bequem schlafen. Es kommt eben darauf an die geeignete Stelle zu finden und den Schlafplatz entsprechend vorzubereiten. Dann ist auch eine leichte, dünne Matte aus Schaumstoff ausreichend.

Für mehr Komfort kann man in Wäldern zum Beispiel Laub oder Nadeln zusammen sammeln und darauf das Zelt aufschlagen. Das bietet außerdem noch eine natürliche Art der Isolierung. Die Packtechnik für den Rucksack haben wir ja schon erwähnt und auch, dass sich Schaumstoffmatten ganz leicht und schnell zu Hause auf individuelle Länge kürzen lassen.


How to Luftmatratze

Die größte Herausforderung bei aufblasbaren und selbstaufblasbaren Isomatten ist die Vermeidung von Feuchtigkeit im Inneren der Matte. Natürlich sollte man sie auch nicht in einen Dornenstrauch drücken oder auf spitze Steine legen, aber das erklärt sich ja eigentlich von selbst. Die Feuchtigkeit kann langfristig gesehen zur Schimmelbildung führen. Sie gelangt vor allem durch das Aufpusten mit dem Mund in das Matteninnere. Um das zu verhindern sollte man auf das Aufblasen mit dem Mund möglichst verzichten. Hierfür gibt es extra kleine Pumpen (zum Beispiel von Therm-a-Rest) oder Packsäcke, die auch als Pumpe funktionieren, um nicht unnötig Gewicht mitzuschleppen.

Selbstaufblasbare Isomatten benötigen selten und wenn dann nur sehr wenig Atemluft zum Füllen und Justieren. Trotzdem gelangt auch dann immer Feuchtigkeit mit der Luft ins Innere. Daher unser Tipp: Regelmäßiges langes Auslüften hilft. Und wenn Feuchtigkeit drin ist, mehrfach mit der Pumpe neue Luft in die Matte pumpen, einen Tag bei Zimmertemperatur liegen lassen, Luft wechseln usw. Wiederholt man das regelmäßig, verhindert man Schimmelbildung nahezu vollständig. Insulated Mats haben meist sogar ein antibakterielles Material im Inneren, das die Bildung von Bakterien und Schimmel zumindest verlangsamt. Dennoch sollten auch diese Matten möglichst mit einer Pumpe/einem Pumpsack aufgepumpt werden.

Und noch ein Tipp: Luftmatratzen NIE in aufgeblasenem Zustand der prallen Sonne oder großer Hitze im Zelt, am Feuer, dem Heizkörper, etc. aussetzen. Die sich erwärmende Luft dehnt sich aus. Das führt dazu, dass die Strukturen zwischen den Kammern zerstört werden und sich eine große Luftblase bildet! Tritt dieses Phänomen auf, handelt es sich meist nicht um einen Produktionsfehler.
Andersrum findet der Prozess auch statt. Wenn man also das Gefühl hat, die am Nachmittag aufgepumpte Matte hat bis zum Abend Luft verloren, dann liegt das aller Wahrscheinlichkeit nach daran, dass sich die Luft im Inneren der Matte abgekühlt und damit zusammengezogen hat.


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Aber wie finde ich denn nun die richtige Isomatte für mich?

Zu allererst muss natürlich die Frage nach dem R-Wert beantwortet werden. Das heißt: Wann will ich unterwegs sein? In welchen Gebieten bin ich unterwegs? Wie kalt wird es? Erst wenn das feststeht, kann man sich mit Modell, Konstruktion und Features beschäftigen. Ab dann hat es auch viel mit der jeweiligen Outdoor-Aktivität bzw. dem Einsatzbereich und persönlichen Vorlieben zu tun. Gerade im Bereich Komfort ist die Entscheidung wirklich individuell: die einen brauchen eine dickere Matte, den anderen reicht eine halb so dicke.

Achtung: behaltet auch die Schräge der Wände eures Zelts im Auge. Je dicker die Isomatte, desto höher kommen eure Füße und stoßen bei 4-5 Zentimetern mehr als zuvor vielleicht gegen die Zeltwand. Mehr dazu findet ihr auch im Blogartikel zur Wahl des richtigen Zelts.

Ultraleicht-Enthusiasten setzen vielleicht auf die maximal reduzierte Isomatte von Klymit (Inertia X-Frame), die in den Schlafsack geschoben wird. Andere setzen auf eine Matte im klassischeren Design, die sich durch die Konstruktion der Luftkammern auszeichnet. Und jemand der plant den appalachian Trail zu wandern entscheidet sich vielleicht für die Schaumstoffmatte, die sich nicht nur problemlos auf Körpergröße kürzen lässt, sondern auch gleichzeitig als Stabilisierung des Rucksacks und als Sitzkissen für Pausen dienen kann.

Um das nochmal alles runterzubrechen: Als erstes den R-Wert bestimmen, den man braucht (aka Wie kalt werden die Nächte?), dann sich mit möglichen Spezial-Features wie Füllung, reflektierende Schichten und Co. auseinandersetzen und dann die individuellen Fragen beantworten: Wie viel Komfort brauch ich? Wie wichtig sind mir ein leichtes Gewicht und ein kleines Packmaß?

Die Entscheidung für eine Isomatte ist also ziemlich individuell. Falls ihr also noch Fragen habt, oder eine individuelle Beratung wollt, dann meldet euch gern über unser Kontaktformular!

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