Trekking ultraleicht

Was ist Trekking Ultraleicht?

Text und Fotos: Carsten Jost und Henrik Raßmann

Trekking Ultraleicht oder auch Ultraleichtwandern ist eine Form des Trekkings, bei dem die Reduzieruung des Gewichtes der Ausrüstung einer sehr hohe Priorität einnimmt. Man nennt es auch Ultralight Trekking, UL-Trekking, Superultraleicht Trekking usw. Die radikale Gewichtsreduzierung ergibt sich durch den Einsatz ultraleichter Zelte, Rucksäcke und anderer sehr leichter Trekkingausrüstung.

Man braucht etwas Erfahrung, aber der Spaß und der Komfort beim Durchstreifen der Landschaft sollen nicht zu kurz kommen. Denn Trekking ist eine wunderschöne Sache. Sich in atemberaubender Landschaft bewegen und eine Wildnis erleben, die uns im normalen Leben fremd geworden ist.

Abschalten und zur Ruhe kommen.

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Auf dem Pacific Crest Trail in den USA.

Aber ganz ehrlich, das machen wir ja nur früh morgens im Camp und dann wieder abends im Camp, weil man zwischendrin diesen super schweren Rucksack schleppen muss.

Das tolle Tragesystem meines Rucksacks schafft problemlos 25 kg, was meine Knie und später dann meine neu erworbenen Platt-Füße dazu sagen, fragt niemand. Offensichtlich gehört zum Trekking ein Stück Schinderei einfach dazu. Schließlich müssen wir in unseren ausgewachsenen Trekking-Rucksack ja einen Monsterschlafsack und vor allem ein Zelt reinpacken, dass uns vor allen erdenklichen Wettereinflüssen und vor allem auch Blicken von außen schützen kann. Eine riesige Kochausrüstung mit der man besser kochen könnte als zu Hause muss ebenso mit, wie mehrere Hosen und 1000 andere Sachen. Aua!

Wenn man sich auf längeren amerikanischen Wildnistrails bewegt, wundert man sich dann allerdings. Die meisten Trekker dort tragen vergleichsweise kleine Rucksäcke und machen nicht den Eindruck als würde Sie die Last, die sie tragen in irgendeiner Art und Weise stören. Viele von Ihnen haben allerdings entdeckt, dass gerade beim Trekking weniger oft mehr ist.

Aber kann das funktionieren? ich weigere mich das zu glauben. Das muss doch unbequem sein, mit so wenig unterwegs zu sein und diese leichte Ausrüstung hält doch bestimmt nicht?!

Hmmh...wenn so ein US-Leichttrekker mit seiner Ausrüstung mal gute 3500 km am Stück wie auf dem Appalachian Trail unterwegs ist und dafür 5 Monate braucht, scheint die Ausrüstung wohl den Anforderungen was Strapazierfähigkeit und Komfort angeht doch zu genügen.

Wie wird man also leichter und hat mehr Spaß am Trekking?

Für den ersten Punkt braucht man nicht einmal einen gut sortierten Trekking-Shop, der ultraleichte Sachen verkauft, sondern man lässt einfach nur Sachen zu Hause. Das kostet gar nichts.

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Der optimierte und ultraleichter Rucksack von Carsten für einen Langwandertrail.

Anstatt zu viel Wechselwäsche mitzunehmen, wäscht man seine Sachen öfter mit biologisch abbaubarer Seife unterwegs durch. Funktionsbekleidung trocknet ja schnell wieder.

Man nimmt nur eine Trekking-Hose mit und keinen Ersatz. Sollte man die Trekking-Hose mal waschen müssen, kann man in der kurzen Trocken-Zeit auch seine Regenhose so anziehen. Mehr als 3 Unterhosen (eine am Körper und zwei als Ersatz) sind nicht nötig. Man zieht ein T-Shirt an und nimmt ein Langarm-Shirt in den Rucksack. Auch das reicht, vor allem dann, wenn man Shirts aus Merinowolle nimmt, die selbst nach Tagen nicht riechen.

Hat man seinen Kleiderschrank für die Tour ein bisschen verkleinert und ein wenig auf das Gewicht geachtet, kann man sich die 4 schwersten Ausrüstungsgegenstände anschauen. Hier kommt dann trekking-lite-store.com, der Ausrüster für Abenteuer mit leichtem Gepäck ins Spiel. Seit über 7 Jahren der Anlaufpunkt für ultraleichte Trekking Ausrüstung. Nach einer eingehenden Email-Beratung, nennt er folgende leichte Alternativen:

Rucksack: Granite Gear Crown V.C. 60 Ultraleicht-Rucksack: 980 g
Schlafsack: Cumulus LiteLine 200: 530 g
Isomatte: Therm-A-Rest NeoAir XLite: 344 g
Zelt: MSR Hubba NX Tent: 1120 g
Gesamt: 2974 g

Interessant an dieser Stelle ist auch, dass wir keinen ultra leichten Rucksack ausgewählt haben, der kein Gewicht verträgt, sondern ein normal leichten, der auch noch Lasten um die 15 Kilo gut verträgt. Das Zelt ist wasserdicht, bietet viel Raum und schütz vor Mücken und anderen Insekten. Die ultraleichte Isomatte ist bequem, leicht und der Leicht-Schlafsack warm und kuschelig. Wir haben also keinen Komfort verloren, dafür aber weniger zu schleppen. In Summe haben wir noch mehr Komfort, weil uns ein leichter Rucksack unterwegs weniger belastet.

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Das legendäre ShangriLa 2 von GoLite in Schweden.

Wie leicht das eigentlich ist einen leichteren Rucksack zu haben ist doch erstaunlich, oder?

Und man kann auch an anderen Stellen problemlos Gewicht einsparen. Trekking-Jacken wiegen oft 700-800 Gramm, wobei ein für Trekking funktionierender Regenschutz nicht mehr als 400 Gramm wiegen muss. Im Kocherbereich sieht man oft schwere Benzinkocher oder riesige Trangia-Sturmkocher. Für normales Trekking zwischen Frühling und Herbst ist das der Ausrüstungs-Overkill. Für 2 Personen reicht ein kleiner leistungsstarker Gaskocher und ein leichter Topf mit 1,5 Liter Fassungsvermögen, bei ca. 200 Gramm Gewicht.

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Leichtes Essen für unterwegs.

Die Isomatte muss nicht zwingend eine Länge von 180 cm haben, oder? Es gibt sogenannte ¾-Matten mit denen man gegenüber einer normalen Matte sofort 25% Gewicht spart, ohne Komforteinbuße. Man legt seinen Kopf auf ein Kissen (Fleece-Jacke oder leerer Rucksack), Schulter-Hüfte-Knie auf die Matte und die Füße liegen wieder auf dem wasserdichten Zeltboden.

Und wissen Sie was passiert, wenn man ein bisschen auf sein Ausrüstungsgewicht achtet? Sie bringen eine positive Gewichtsspirale in Gang!

Mit weniger Gewicht kann man ohne Mehranstrengung weiter laufen. Das bedeutet, dass man auch weniger Lebensmittel und Wasser mitnehmen muss. Auch dieses Gewicht nimmt somit ab und man ist wieder leichter unterwegs.

Wenn man diese Gewichtsspirale weiter in Fahrt bringt, kann man außerdem bei den großen 4 Ausrüstungsgegenständen zu noch leichteren Alternativen greifen. Anstatt dem Granite Gear Crown V.C. 60 Ultraleicht-Rucksack ist dann z.B. ÜLA CDT Ultraleicht Rucksack mit nur 640 Gramm tragbar. Nochmal 340 Gramm gespart.

Aber stopp! Bevor es zu leicht wird, möchten wir, dass Sie einfach erst mal mehr Spaß durch weniger Gewicht haben, ohne gleich extrem zu werden.

Noch leichter und trotzdem robust?

Ultraleicht und doch robust ist leicht möglich, wenn man zudem noch seinen gesunden Menschenverstand einsetzt und Informationen über seinen Tourengebiet in seine Planung miteinbezieht.

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Der Brückenschlag zum Ultraleichtwandern.

Schweden ist z.B. bekannt für seine Mücken. Im September einer für Schweden noch sehr schönen Reisezeit sind diese oft allerdings schon verschwunden und die Trails sind auch nicht mehr so überlaufen. Hier kann dann anstatt eines Zeltes mit Moskitonetz und allem Drum-und-dran auch ein Zelt ohne Netz mitgenommen werden. Mit dem Golite Shangri-La 2 (680 Gramm) spart man gegenüber einem normalen Zelt sogar 1820 Gramm.

Selbst bei 14 tägigen Trekking-Touren liegen zudem oft die Verpflegungsstationen, also Ortschaften in denen man Lebensmittel einkaufen kann, nur wenige Tage auseinander. Somit muss nicht Essen für 14 Tage, sondern vielleicht für 3-4 Tage getragen werden. Ein leichterer robuster Rucksack wie der Golite Jam mit 880 Gramm spart uns 1800 Gramm gegenüber einem normalen Trekkingrucksack. In der Nebensaison (ohne Mücken) kann man somit z.B. auf dem West Highland Way in Schottland leicht, robust und äußerst bequem unterwegs sein.

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Carsten Jost auf dem Nordkalottenleden in Schweden.

Über den Autor

Carsten Jost ist neben dem 3500 km langen Appalachian Trail, dem 4200 km langen Pacific Crest Trail und dem 800 km langen Nordkalottleden in Lappland unzählige Touren mit ultraleichter Ausrüstung gelaufen. Ob schwedisches Fjell, die schottischen Highlands oder Trails in den USA, sein Moto ist: ultralight is ultraright :-)

Neben seinen Touren arbeitet Carsten seit ca. 10 Jahren im Outdoor-Einzelhandel und kennt markenübergreifend ultraleichte Produkte und Materialien. Neue Produkte im harten Outdooreinsatz zu testen macht ihm eine Menge Spaß.

Im Allgäu veranstaltet er auch seinen Wochenendkurs "Trekking leicht gemacht". Anfragen hierzu nehmen auch wir gerne an.

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Trekking ultraleicht at is best.

Trekking Ultraleicht Teil 2

Text und Fotos: Hendrik Morkel und Henrik Raßmann

Aller Anfang ist schwer. Ob nun als alter Hase, Wanderanfänger, Umsteiger oder Einsteiger: Sich im Dschungel der erhältlichen Trekking-Ausrüstung zurechtfinden bedarf etwas Zeit und manchmal der Erfahrung Gleichgesinnter. Der Weg zum leichteren Wandern, also ultraleichter Trekkingausrüstung, kann durchaus leicht sein. Nachdem die üblichen Lektüren und die aktuellsten Outdoor Magazine durchgelesen sind, geht die große digitale Suche nach neuer Ausrüstung für die nächste Tour los. Dieser kurze Ratgeber soll einige der grundlegenden Ideen des Wanderns mit Leichtausrüstung in Überschriften aufzeigen und helfen aus aktuellen Produkten die passenden zu finden.

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Die Großen 3

Rucksack, Schlafsack und Isomatte und Unterkunft machen das meiste Gewicht bei normaler Ausrüstung aus wenn man keine Leichtgewichtsausrütung nutzt. Diese Großen 3 wiegen oft zwischen 6 und 10 kg: Ein normaler Trekking-Rucksack kommt mit einem Eigengewicht von 1,7 bis 3 kg daher, ein Zelt schlägt mit 2 bis 4 kg zu Buche, Schlafsack und Isomatte, wiegen zusammen zwischen 2 und 4 kg. Wenn dazu dann noch Küche, Essen, und andere Kleinigkeiten kommen, addiert sich das Rucksackgewicht bis auf 15 oder gar 25 kg. Aus eigener Erfahrung wissen wir, leichter unterwegs zu sein macht echt mehr Spaß. Am Ende des Tages, an dem jede Erhebung eine Strapaze war, ist man erschöpft und muss wieder Energie sammeln. Zelt aufbauen und kochen wird dann gerne in totaler Erschöpfung erlebt. Bei Trekking Ultraleicht ist es anders, eben leichter. Man sieht mehr, erlebt mehr, trägt weniger und kommt garantiert weiter oder schneller voran. Der Sonnenuntergang ist nicht nur Erholung sondern auch Genuss.

Ich möchte hier die 3 für 3 Methode (engl. kurz: 343) von meinem Freund Jörgen Johansson, Autor des Buches Smarter Backpacking, für diesen Artikel heranziehen. Die 3 für 3 Methode besagt, dass wenn man das Gewicht der Großen 3 auf zusammen 3 kg bekommt, dies eine solide Basis zu leichterer Ausrüstung und dem Wandern darstellt. Wenn Sie die Großen 3 auf zusammen 3 kg reduzieren können, können sie auch weitere Ausrüstung leichter machen. Spürbar! Davor hat es wenig Sinn den Griff der Zahnbürste zu kürzen.

Mit einer ultraleichten Basis Ausrüstung nach der 3 für 3 Methode können Sie unterwegs entspannter wandern, die Umgebung genießen, längere Strecken laufen und höhere Berge erklimmen, bei gleichem Energieverbrauch. Wenn sie abends am Camp ankommen ist noch genug Energie vorhanden für ein Feuer, Streifzüge, ein Abendbrot, den Sonnenuntergang oder Gespräche.

Ultraleichte Ausrüstung ist oft genauso haltbar wie normale Trekking-Ausrüstung. Die Hersteller ultraleichter Ausrüstung benutzen sehr haltbare, oft leichtere Materialien und ein sehr durchdachtes, gewichtsparendes Design. Meistens fehlen überflüssigen Features. Tests und viel Erfahrung, aber auch ein gehöriges Maß an Enthusiasmus bringen eine sehr hohe, praxisnahe Fertigungsqualität. Preislich ist ultraleichte Ausrüstung oft günstiger als normale Trekking-Ausrüstung. Dabei werden die hochwertigen Materialien in Europa oder den USA verarbeitet.

Bestandsaufnahme

Erster Schritt zur Optimiereung ist die Bestandsaufnahme. Das Werkzeug Nummer 1 für diesen Schrit t ist eine digitale Küchenwaage und ein Tabellenprogramm. Jeder Ausrüstungsgegenstand wird zuerst gewogen und das Gewicht in einer Tabelle notiert. Nur so ergibt sich am Ende wirklich eine Übersicht. Was das Ganze wiegt und wo Einsparpotenzial besteht ist schnell ersichtlich.

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Nach jeder Wanderung kann weiter optimiert werden.  Was hat die Erwartungen übertroffen, was ist kaputt gegangen, was wurde unterwegs gar nicht gebraucht? Optimieren sie ruhig die Gegenstände die sie wirklich brauchen: Geht das noch leichter? Kann ein Gegenstand nicht durch einen halb so schweren ersetzt werden kann? Finden sie zu Ihrer optimalen Leicht-Ausrüstung, auch durch Weglassen. Das kostet nichts und spart Gewicht.

Rucksack

Welche leichteren Alternativen für Rucksäcke, welches optimale Schlafsystem, oder Leicht-Zelt oder Küche aus Titan gibt es? Ein ultraleichter, aber sehr stabiler Rucksack ist z. Bsp. der ULA Equipment Ohm 2.0. Das Hauptfach mit bis zu 43 l Volumen bietet viel Platz. So muss z.B. ein leichter  Daunen -Quilt weniger komprimiert transportiert werden. Die zwei Seitentaschen halten Wasserbehälter, Snacks oder auch die leichte Isomatte und ein Zelt. In der Netzfronttasche findet die Regenjacke Platz, in den Hüftgurttaschen kommt die Kamera und das Telefon unter. Der nur 864 g leichte ÜLA Ohm 2.0 (Torso-Länge M) hat sogar einen Innengestellrahmen aus Carbon und wird aus dem sehr haltbaren Dyneema Material hergestellt.

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Wer etwas mehr Platz für seine volumige Ausrüstung benötigt, wird mit dem Gossamer Gear Mariposa Plus und seinen 69 l Volumen sicher ultraleicht unterwegs sein. Dieser aus einem sehr haltbaren Dyneema Material genähte Rucksack bringt in Größe M nur 810 g auf die Waage, und das obwohl er ein Innentragesystem aus flexiblen Aluminiumstäben hat, dass sich bis 15 kg komfortabel tragen lässt. Der Mariposa Plus ist bei Thru-Hikern, den Wanderern die Langstreckenwege wie den Pacific Crest Trail in den USA in einem Zug durchwandern (4286 km), sehr beliebt und wird für sein leichtes Gewicht und großes Volumen sehr geschätzt.

Mehr ultraleichte Rucksäcke.

Schlafsystem

Nach einem perfekten Wandertag gibt es nichts angenehmeres, als unter den Quilt zu schlüpfen und zufrieden einzuschlafen. Ein Quilt ist die radikalste Interpretation von Gewichtseinsparung beim Thema Schlafsystem. Beim Trekking Ultraleicht ist der Quilt ein Teil des Schlafsystems, der zusammen mit Isomatte, warmer Mütze und warmer Schlafkleidung eine warme, komfortable und ultraleichte Einheit bildet. Bei kühleren Temperaturen empfiehlt sich zusätzlich der Einsatz eines Bivi.

Üblicherweise wird ein Quilt mit einer Isomatte kombiniert und ist am Rücken nicht geschlossen, er ist eine Mischung also aus ultraleichtem Schlafsack und Decke. Um weiter Gewicht zu sparen wurde, wurde auf eine Kapuze verzichtet. Nachts trägt man lange warme Schlafbekleidung, eine dünne Kufa- oder Daunen-Jacke und eine warme Mütze.

Unser liebstes Teil wurde der Cumulus Quilt 250. Warm genug, um auch schon im Frühling oder noch im Herbst auf Tour zu gehen. Sollte es trotz Sommer nachts Richtung 0°C gehen (z. Bsp. in Lappland) hat er durch die 850 cuin Daune in H-Kammern genug Reserve. Mit drei längenverstellbaren Verbindungen an der Rückenseite kann der Quilt auf der Isomatte befestigt werden.

Dazu passend stellt Therm-A-Rest mit der ProLite die besten Matten her. Ob für mehr Komfort in der vollen Länge oder in Größe Short hängt davon ab, wie viel Komfort gewünscht ist und Ausrüstung getragen werden soll. Mit der Short spart man Gewicht (im Vergleich: Short: 320 g - Regular 460 g). Der leere Rucksack bietet unter den Beinen die nötige Isolation. Warum Ausrüstung die man schon dabei hat nicht nutzen? Wer es minimalistischer mag, dem sei eine die ultraleichten 7 mm Evazote-Matten empfohlen. Die wiegt nur 295 g und kann auch nicht kaputt gehen.

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Der langjährige Wanderer wird bei guter Pflege seinen Daunenschlafsack sicher nicht so schnell ersetzten müssen. Wer aber mit einem Kunstfaser Schlafsack unterwegs war, oder einfach nach etwas leichterem sucht, der wird mit dem Pajak Z4 von Frühling bis Herbst sicher sehr warm werden. Dieser 668 g leichte Schlafsack brilliert mit einem anatomisch geformten Fußteil und einer Wärmekapuze, und dank des 3/4 Reißverschluss ist der Ein- und Ausstieg super einfach.

Wenn es von unten warm und komfortabel sein soll, dann gibt es keinen Weg an der Therm-A-Rest NeoAir Xtherm vorbei. Mit 454 g in regulärer Länge gibt es derzeit keine leichtere 4-Jahreszeiten Isomatte. Wer lieber eine Matratze mag, der nicht die Luft ausgehen kann, sollte sich die Therm-A-Rest Z-Lite SOL ansehen. 410 g für 14 Segmente, die ohne Probleme in kleinere Stücke geschnitten werden kann.

Mehr ultraleichte Isomatten.

Wohnen

Anfänger stehen oft vor der großen Frage: Tarp oder Zelt? Beide haben Ihre Vor- und Nachteile, ich bin aber ein Freund von Tarps und nutze Sie das ganze Jahr hindurch von Frühling bis Winter. Ich mag die Freiheit, die Rundumsicht, aber auch die Flexibilität.

Das Terra Nova Tarp Shelter III wiegt 384 Gramm und bietet bis zu drei Personen und Gepäck Schutz vor Regen und Wind. Mit einem kleinen Packmaß und einer riesigen abgedeckten Fläche von über 6 m2 ist es auch sehr gut als Gruppenunterkunft geeignet. Das ultraleichte Terra Nova Tarpshelter wird mit zwei Trekkingstöcken aufgebaut. Die grüne Farbe macht sichind er Natur übrigens ausgezeichnet.

Manch einer mag allerdings eine Unterkunft bevorzugen, bei der er zwischen freier Aussicht bei gutem Wetter oder geschlossener Behausung bei schlechtem Wetter wählen kann. In diesem Fall kommt das SMD Trekker in die engere Wahl. Das mit 665 g ultraleichte Ein-Personen-Zelt ist kinderleicht aufzubauen und hat innen Mesh gegen Mücken. Das hält im Sommer diverse Tierchen auf Distanz. Genug Stauraum für Ausrüstung, Schuhe und Vierbeiner machen das Six Moon Designs Trekker zu einem echten ultraleichten Allround-Zelt. Mit dem seitlichen Eingang ist es zudem extrem komfortabel.

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Mehr ultraleichte Zelte.

Küche

Auch beim Trekking Ultraleicht wird auch gerne warm gegessen, morgens wird heißer Kaffee oder Tee zubereitet, abends freut man sich auf seine warme Mahlzeit und einen Nachtisch bevor es ins Bett geht.

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Der ultraleichte Holzkocher Nomadic Stoves Company Trekker Ultra ist etwas für Leute, die gerne über offenem Feuer kochen. Aber auch das man keinen Brennstoff mitführen oder kaufen muss, ist reizvoll. Ein Holzkocher wird mit Zweigen, Tannenzapfen und anderer brennbare Biomasse befeuert. Und nicht zu vergessen: Im eng gesteckten Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten kann man hierzulande doch zu einem offenen Feuer zum Kochen kommen. Alternativ und bewährt ist der ultraleichte Holzofen von Vargo zu nennen. Je nach Topfgröße lässt sich der Kocher auch noch im Kochtopf verstauen, z.B. im MSR Titan Kettle.

Das ultraleichte Kocher Trail Designs Caldera Sidewinder System ist ein unschlagbar günstiges Komplettsystem was nur 312 g wiegt, und Ihnen erlaubt mit Esbit oder Spiritus zu kochen. Der Caldera Cone Windschutz ist sehr stabil und funktioniert gleichzeitig auch als Topfhalter. Das ganze Set passt in den Topf und nimmt wenig Platz im Rucksack weg. Perfekt für Leute die nicht erst unterwegs nach Brennmaterial suchen wollen.

Wer es noch etwas schneller mag, der sollte zum leichten MSR Reactor 1.0 l greifen. Der ist zwar mit 408 Gramm für Topf und Kocher nicht der leichteste, dafür schafft er aber in kürzerer Zeit als vergleichbare Kocher mit weniger Brennstoffverbrauch Wasser zum Kochen zu bringen. Aufgrund der windgeschützten Konstruktion ist die Mitnahme eines Windschutzes nicht notwendig.

Mehr ultraleichte Kocher oder ultraleichtes Geschirr haben wir im Angebot.

Auf zu leichteren Wanderungen

Also gehen sie in Klausur. Prüfen und wiegen unsere Ausrüstung nach. Ist ihre Ausrüstung ultraleicht oder schon eine Leichtgewichtsausrüstung? Erleichtern sie Rucksack, Zelt, Schlafsack und Isomatte. Stellen sie sich zu anderen Ausrüstungsgegenständen die Frage: Brauche ich diesen Gegenstand? Wenn ja, geht es auch leichter? Kann ich das Gewicht dieses Gegenstandes halbieren? Kann ich diesen Gegenstand noch für etwas anderes nutzen? (Stichwort Multi-Use: Heringe als Topfauflage, leerer Rucksack als Isomattenersatz für die Unterschenkel, Ersatzsocken als Handschuhe, Mückennetz als Packbeutel, Topf ist gleich Trinkgefäß, Umverpacken von Brennstoff, Seife, Nahrungsmitteln in für die Tour benötigte Abmessungen usw.) Und ganz ehrlich, mit abgesägten Zahnbürsten lässt es sich nicht wirklich gut putzen.

In diesem Sinne: lernen sie ultraleichtes Wandern vom Experten. Wenn sie eine breite Auswahl an Ausrüstung ausprobieren wollen, dann besuchen sie einen UL Schnupperkurs des Autors. Für Fragen oder Anregungen schreiben sie uns gerne eine Email.

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Simple Cooking: Wie koche ich mir unterwegs eine Portion Reis mit ultraleichtem Kochgeschirr?

Wenn der ultraleichte Rucksack und das ultraleichte Zelt neben anderer wichter Leichtgewichtsausrüstung im Rucksack verschwindet, stellt sich dann auch die Frage: Was esse ich unterwegs? Da ich immer auf der Suche nach schmackhaften Alternativen zu Fertiglunches und E-food bin, habe ich dieses interessante Reis-Rezept gefunden. Es zeigt, wie super einfach einfach man mit einem ultraleichten Mini Solo Kochset eine Portion Dampf-Reis kocht.

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1. Man nehme etwas Reis und fülle ihn in den ultraleichten Becher bis zur 100 ml Füllmarke. Dafür macht es sich gut, wenn man Reis nimmt der nicht extra gewaschen werden muss.

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2. Schütte nun den Reis in den ultraleichten Titan-Topf und belasse ihn für 20 - 30 Minuten im Wasser. Wobei sich warmes Wasser besser macht als kaltes. So kann der Reis schon mal vorquellen. Danach das Wasser abgießen.

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3. Messe nun mit dem Titan Becher 150 ml Wasser ab und gieße es in den Topf.

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4. Stell den Topf nun auf den ultraleichten Kocher und lass das Wasser mit großer Flamme aufkochen. Erst dann salzen.

Nach dem Aufkochen den Reis für einige Minuten bei kleiner Flamme köcheln lassen. Um ein Überkochen zu verhindern, lege man am besten einen Stein auf den Topfdeckel.

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5. Sobald die Kochgeräusche aufhören, löscht man die Flamme und stellt den Titan Topf verkehrt herum auf den Boden, also auf den Deckel. Vorsicht heiß! Ein Tuch schützt vor Verbrennungen.

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6. Einen kleinen Augenblick gewartet und:

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Das ganze kann nun in ein ultraleichtes Essgefäß, Titan-Kochtasse eine Tasse gefüllt werden und mit einer Sauce verfeinert werden.

Bon appetit!!

Text: Henrik Raßmann
Fotos: Mit freundlicher Genehmigung der Snow Peak Europe GmbH

 

How to Lighten up - Trekking Ultraleicht

Fotos und Text: Matthias Kodym

Since my PCT preperations and before people asked me this question a hundred times. “Less than 5 Kilo? How is it possible?”

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My answer is easy. Think about the trip you want to do and the gear you will need and I mean it. NEED. Reducing backweight can be done without missing comfort. Actually you have the benefit of a lighter pack and thats what I call comfort.

Why do you need a double wall shelter when you dont have to deal with bugs? Do you really need a shelter useed for arctic expeditions for your trip?

Carrying a heavy load does not mean you are more secure. Most ultralight shelters protect you from rain, wind and snow. The shelter is not your home during a trip. Its just a place where you spend the night.

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When it comes to sleeping gear things become a litte more complicated because everyone has a different sense for the cold. It depends on your weight, your nutrition, exhaustion.

Many hikers advocate that sleeping gear also include your full clothing concept including raingear. Of course if you like to sleep with your clothes on it is possible to rate a 500 g sleeping bag down to 0°C or less.

Next question is to choose a conventional sleeping bag, with hood and zipper or a quilt system. I prefer the quilt for many reasons, its often lighter, more like a blanket, easier heat regulation.ystem. I prefer the quilt for many reasons, its often lighter, more like a blanket, easier heat regulation.

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You probably have noticed that there are a lot of different styled backpacks. The main differentiation is framed or padded or frameless.

Frameless is for sure the lightest, you can use parts of your groundpadding to built up an frame inside or even outside the pack. Your whole gear becomes the frame, an accurate style in packing your gear is required for comfortable carrying.

Here is a selection of some fine ultralight gear which I can recommend for 3 season hiking, but its up to you to choose what works best for your personal needs.

Shelter (1 person) »

  • Six Moon Designs Lunar (pitched with one single trekking pole) Solo 728 g
  • Tarptent Contrail 753 g
  • Tarptent Moment 830 g

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Sleeping System »

  • Cumulus Liteline 400 760 g
  • Cumulus X lite 200 460 g
  • Sir Joseph Koteka 516 g

Pads »

  • Therm-A-Rest Z-lite non inflatable 390 g
  • Therm-A-Rest NeoAir (M) 370 g
  • TLS Evazote Insulation 130 g

Bivis »

  • Katabatic Gear Bristle-Cone Bivy 200 g

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Packing System »

  • Golite Jam 868 g
  • Gossamer Gear Gorilla 670 g
  • Gossamer Gear Mariposa Plus 632 g
  • Six Moon Designs Swift 426 g

Even if you choose the heaviest items of this list you are at 3000 g for the “big three”. Thats a really good start!

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The first thought in Getting the right gear for the kitchen! is, do I really need to cook on the trail?

Most people I know just need to boil water. If you do not have to melt snow it should be obvious that you do not need a fuel stove to get a cup of water boiling.

So here comes the beloved alcoholstove: light, cheap, everlasting (if you dont step on it). Using an alcstove is easy, but you have to be very carefully! The use of a windscreen is also recommended.

A “cleaner” way is the use of an conventional gas stove. We all know them. Gas stoves are heavier to carry, you have the stove and the canister to take. I would recommend them in dry areas where you can set everything on fire by not beeing cautious with your alcstove. The Gas stove would be more convenient for 2 or more person use. Before heading out you have to be sure, if they sell the right canisters for your stove in the area of your destination.

Woodburning stoves are also frequently in use when you take a look around. The main advantage is you dont have to carry any fuel for it. You feed it with small wooden sticks and/or dry moss. Firestarters are still very helpfull to get the thing going. Because of smoke development not a recommendation if you have to use it in tent (which is a bad idea anyway).

The (multi-)fuel stove, will be the best decision in high altitudes where you have to melt snow and ice for drinking water. Or in parts of the world where all you can get is some gas at a petrolstation. Larger groups may also see an advantage in this system.

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Alcohol stoves »

  • Trail Designs Caldera Keg F Stove System (1 person) 200g
  • Trail Designs Caldera Cone Stove System (weight depends on size)

Alcohol or/and Woodburning »

  • Trail Designs Inferno Ti-Tri Titan (weight depends on size)

Gas stoves »

  • Monatauk Gnat 48g
  • MSR Pocket Rocket 85g

Woodburning »

  • Littlbug Junior Stove 145g

As you can see it is possible to save a lot of weight by choosing the right thru hike proven kitchens stuff.

So take your kitchen scales and start lighten up your backpacking gear. Because packing less means more fun, less exhaustion and to be more consistent with the great outdoors and thats the reason why we do this.

About the author

Matthias Kodym is an 28 years old hiker and blogger from Austria. He was starting long distance trekking in 2010 and was able to hike 6000+ km in two summer seasons. After trips to Mallorca, Iceland, Corsica and the Alps he did his first thru-hike on the 4265 km long Pacific Crest Trail. It runs from Mexico to Canada.

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Trekking Ultraleicht auf dem Pacific Crest Trail 2011

Fotos und Text: Matthias Kodym

I have been asked so many questions during and after the hike that I thought to summarize them for you:

  • How many pairs of shoes? 4 pairs.
  • Daily average? 32 km.
  • Highest distance on trail in a day? 65 km.

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  • For how many days have you been out there? About 130 days incl. 22 zerodays.
  • When did you get up in the morning? In between 5 and 6 o’clock.
  • How many brakes during the day? Depends, normally first brake after 3 hours (10 to 15 mimutes), one major lunchbreak (30 to 45 minutes), one in the afternoon (15 minutes).
  • Kcal per day? 3500 to 5000, depending on the mileage and terrain.
  • Whats your baseweight? Between 4.5 to 6 kg. Depending on the sections.
  • What would you change in your gearlist? Nothing.

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  • Favourite sections? All of California and Washington.
  • What would you do different next time? Fewer townstops.
  • Snow? Yes, for 500 miles continously.
  • Have you had an iceaxe? No.
  • Would you do it again? I would.

About the author

Matthias Kodym is an 28 years old hiker and blogger from Austria. He was starting long distance trekking in 2010 and was able to hike 6000+ km in two summer seasons. After trips to Mallorca, Iceland, Corsica and the Alps he did his first thru-hike on the 4265 km long Pacific Crest Trail. It runs from Mexico to Canada. He says: Packing less means more fun, less exhaustion and to be more consistent with the great outdoors and thats the reason why we do this.

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